Depression Überwinden
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Depression verstehen – wenn nichts mehr leicht ist
Es gibt Zeiten im Leben, in denen nichts mehr leicht ist. Freude verblasst, Antrieb fehlt und selbst kleine Aufgaben können sich überwältigend anfühlen. Gedanken kreisen, der Körper ist müde, und selbst kleine Dinge kosten enorme Kraft. Vielleicht ziehst Du Dich zurück, hast das Gefühl, innerlich leer zu sein und fragst Dich, warum Du „nicht einfach funktionierst“ oder warum andere scheinbar mühelos durch den Alltag gehen.
Depression ist mehr als Traurigkeit – sie kann das gesamte Erleben, Denken und Fühlen verändern.
Wenn Du Dich darin wiedererkennst, könnte eine Depression dahinterstecken. Und das ist nichts, wofür Du Dich schämen musst. Du bist nicht schwach. Und Du bist nicht allein. Depression ist eine ernstzunehmende seelische Belastung – und sie ist behandelbar.
Wie sich eine Depression anfühlen kann
Eine Depression zeigt sich nicht immer gleich. Vielleicht erkennst Du Dich in einigen dieser Beschreibungen wieder:
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Anhaltende Niedergeschlagenheit oder innere Leere
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Das Gefühl, emotional abgeschnitten zu sein
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Verlust von Freude, Interesse oder Motivation
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Starke Erschöpfung, selbst nach Ruhephasen
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Konzentrationsprobleme oder ständiges Grübeln
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Schlafstörungen oder verändertes Schlafbedürfnis
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Appetitlosigkeit oder vermehrtes Essen
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Gefühle von Schuld, Wertlosigkeit oder Versagen
Nicht alle Symptome müssen auftreten. Manchmal sind sie leise, manchmal überwältigend – beides ist möglich.
Depression und Alltag – warum alles so anstrengend ist
Eine Depression beeinflusst viele Lebensbereiche gleichzeitig: Arbeit, Beziehungen, Selbstfürsorge oder Entscheidungen können sich überwältigend anfühlen. Viele Betroffene ziehen sich zurück, obwohl sie sich eigentlich Nähe wünschen. Das Gefühl, „nicht mehr man selbst zu sein“, ist häufig und sehr belastend. Auch das gehört zur Erkrankung.
Gedanken, über die kaum gesprochen wird
Viele Betroffene haben Gedanken wie:
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„Ich bin eine Belastung.“
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„Andere schaffen das doch auch.“
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„Ich müsste mich nur mehr anstrengen.“
Diese Gedanken sind Teil der Depression. Sie spiegeln nicht die Wahrheit über Dich wider, sondern die verzerrte Wahrnehmung einer Erkrankung.
Wie Depression entsteht
Depression hat viele Ursachen. Oft entsteht sie aus einem Zusammenspiel von belastenden Lebensereignissen, chronischem Stress, inneren Konflikten, unverarbeiteten Erfahrungen oder einem langen Funktionieren über die eigenen Grenzen hinaus. Auch der Körper und das Nervensystem spielen dabei eine wichtige Rolle.
Depression ist keine Charakterschwäche und kein persönliches Versagen. Sie ist ein Signal, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist und gesehen werden möchte.
Psychotherapie bietet Raum, diesen Zusammenhängen behutsam auf den Grund zu gehen.
Depressionen sind eine ernstzunehmende Erkrankung
Depressionen sind keine Phase, keine Charakterschwäche und kein Mangel an Willenskraft. Sie sind eine psychische Erkrankung, die das Denken, Fühlen und Handeln beeinflusst. Betroffene erleben die Welt oft gedämpft, leer oder überwältigend.
Viele Menschen leiden lange im Stillen, weil sie ihre Symptome nicht richtig einordnen können oder glauben, „nicht krank genug“ zu sein. Doch Dein Empfinden ist real – und es verdient Aufmerksamkeit.
Wann du dir Hilfe holen solltest
Wenn depressive Symptome über mehrere Wochen anhalten oder Dein Alltag stark eingeschränkt ist, ist es sinnvoll, professionelle Unterstützung zu suchen. Das gilt auch dann, wenn Du zweifelst, ob Deine Beschwerden „schlimm genug“ sind.
Bei akuten Gedanken an Selbstverletzung oder Suizid ist es wichtig, sofort Hilfe in Anspruch zu nehmen – zum Beispiel über ärztliche Notdienste oder telefonische Hilfsangebote.
Psychotherapie bei Depression – behutsame Begleitung zurück ins Leben
Als Psychotherapeutin begleite ich Dich in einem geschützten, wertschätzenden Rahmen. In Deinem Tempo schauen wir gemeinsam darauf, was Dich innerlich belastet, was Dich erschöpft hat und was Du vielleicht lange zurückstellen musstest.
Ich arbeite mit Hypnose und EMDR – Methoden, die besonders hilfreich sein können, wenn Depression mit innerer Erstarrung, belastenden Erinnerungen oder tief sitzenden Überzeugungen verbunden ist.
Hypnose bei Depression
In der therapeutischen Hypnose kannst Du einen Zustand tiefer Entspannung und gleichzeitiger innerer Wachheit erleben. Dieser Zugang ermöglicht es, auch mit Anteilen in Kontakt zu kommen, die im Alltag kaum erreichbar sind – etwa mit Gefühlen von Hoffnung, innerer Kraft oder Selbstmitgefühl.
Hypnose kann Dich unterstützen:
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Zugang zu inneren Ressourcen zu finden
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Selbstwert und innere Stabilität zu stärken
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emotionale Blockaden zu lösen
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neue, stärkende innere Erfahrungen zu verankern
Viele Menschen erleben Hypnose als entlastend, weil Veränderung nicht nur über Denken, sondern über Erleben geschieht.
EMDR – Verarbeitung belastender Erfahrungen
Depressive Symptome stehen häufig in Verbindung mit früheren Verletzungen, Verlusterfahrungen oder überwältigenden Situationen. EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) unterstützt das Gehirn dabei, solche Erfahrungen neu zu verarbeiten.
Durch bilaterale Stimulation – zum Beispiel über Augenbewegungen – können belastende Erinnerungen an emotionaler Schwere verlieren. Gefühle von Ohnmacht oder Hoffnungslosigkeit dürfen sich allmählich lösen.
EMDR kann Dir helfen:
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innere Schwere zu reduzieren
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festgefahrene emotionale Muster zu verändern
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mehr Klarheit und innere Bewegung zu erleben
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Dich wieder lebendiger und verbundener zu fühlen
Depression verstehen heißt, Dir selbst zu begegnen
In der Therapie geht es nicht darum, Dich zu optimieren oder schnell „wieder zu funktionieren“. Es geht darum, Dich ernst zu nehmen mit dem, was gerade ist. Schritt für Schritt darf wieder Kontakt zu Gefühlen, Bedürfnissen und innerer Lebendigkeit entstehen.
Auch kleine Veränderungen können dabei große Wirkung haben.
Du bist nicht allein
Depressionen können isolierend wirken. Doch viele Menschen machen ähnliche Erfahrungen – auch wenn man es ihnen nicht ansieht. Hilfe anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Akt von Selbstfürsorge.
Du darfst langsam sein.
Du darfst Unterstützung brauchen.
Und du darfst darauf vertrauen, dass Veränderung möglich ist – Schritt für Schritt.
Ein sicherer Raum für Dich
In meiner Praxis findest Du einen Ort, an dem Du nichts leisten musst. Alles darf da sein – auch Erschöpfung, Leere oder Hoffnungslosigkeit. Mit Empathie, fachlicher Erfahrung und Klarheit begleite ich Dich auf Deinem individuellen Weg.
Psychotherapie kann Dich dabei unterstützen, wieder mehr Stabilität, Sinn und Lebensqualität zu entwickeln.
Der erste Schritt
Vielleicht spürst Du schon länger, dass Du so nicht weitermachen möchtest, weißt aber nicht, wo Du anfangen sollst. Der erste Schritt in Richtung Unterstützung darf klein sein. Oft beginnt er mit einem Gespräch.
Wenn Du Dich angesprochen fühlst, lade ich Dich herzlich ein, Kontakt aufzunehmen. Gemeinsam schauen wir, wie ich Dich auf Deinem Weg im Umgang mit Depression begleiten kann.