essstörungen in den Griff bekommen
Anorexie | Bulimie | Binge-Eating-Störung | Übergewicht
Essstörungen verstehen – wenn Essen zur Sprache innerer Not wird
Essstörungen betreffen weit mehr als das Essverhalten. Sie sind Ausdruck tiefer innerer Konflikte, emotionaler Überforderung und oft eines verletzten Selbstwertes. Essen, Nicht-Essen oder Kontrollieren wird zu einem Versuch, mit Gefühlen umzugehen, die sich anders kaum regulieren lassen.
Vielleicht kämpfst Du mit ständigem Grübeln um Essen, Gewicht oder Kontrolle. Vielleicht schwankst Du zwischen Phasen von strenger Disziplin und dem Gefühl, die Kontrolle zu verlieren. Oder Du isst kaum noch und spürst gleichzeitig eine tiefe innere Leere. Essstörungen können viele Gesichter haben – und jedes davon verdient Verständnis und professionelle Begleitung.
Formen von Essstörungen
Essstörungen zeigen sich sehr unterschiedlich und sind nicht immer sofort erkennbar. Zu den häufigsten Ausprägungen gehören:
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Anorexie (Magersucht): stark eingeschränktes Essverhalten, intensive Angst vor Gewichtszunahme, verzerrtes Körperbild
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Bulimie (Ess-Brech-Sucht): wiederkehrende Essanfälle mit kompensatorischem Verhalten wie Erbrechen, exzessivem Sport oder Fasten
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Binge-Eating-Störung: wiederholte Essanfälle ohne gegensteuernde Maßnahmen, oft verbunden mit Scham und Schuldgefühlen
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Atypische Essstörungen: Mischformen oder Symptome, die nicht allen Diagnosekriterien entsprechen, aber dennoch stark belasten
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Orthorektische Tendenzen: zwanghafte Fixierung auf „gesundes“ Essen und Kontrolle
Unabhängig von der Form gilt: Die innere Not ist real – auch wenn sie nach außen nicht sichtbar ist.
Was Essstörungen gemeinsam haben
Essstörungen drehen sich selten um Essen allein. Häufig stehen dahinter Themen wie:
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ein tiefes Bedürfnis nach Kontrolle und Sicherheit
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Schwierigkeiten im Umgang mit Emotionen
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ein verletzter Selbstwert oder starke Selbstkritik
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Scham- und Schuldgefühle
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frühe Erfahrungen von Ohnmacht, Überforderung oder Trauma
Das Essverhalten übernimmt dabei eine regulierende Funktion. Es hilft kurzfristig, innere Spannungen zu dämpfen – verstärkt jedoch langfristig den inneren Kreislauf aus Kontrolle, Angst und Selbstabwertung.
Körper, Nervensystem und Trauma
Essstörungen sind eng mit dem Nervensystem verbunden. Chronischer Stress, emotionale Verletzungen oder ungelöste traumatische Erfahrungen können dazu führen, dass der Körper dauerhaft im Alarmzustand bleibt.
Essen oder Nicht-Essen wird dann zu einem Mittel, diesen Zustand zu beeinflussen – etwa durch Betäubung, Beruhigung oder das Gefühl von Kontrolle. Deshalb greifen rein verstandesbasierte Ansätze oft zu kurz.
Psychotherapie bei Essstörungen – ein ganzheitlicher Weg
In der Psychotherapie geht es nicht darum, Dich zu kontrollieren oder Dein Essverhalten zu bewerten. Im Mittelpunkt steht das Verstehen: Deiner inneren Dynamiken, Deiner Geschichte und der Funktion, die die Essstörung für Dich übernommen hat.
Als Psychotherapeutin begleite ich Dich in einem geschützten, wertschätzenden Rahmen. Ziel ist es, Schritt für Schritt wieder eine tragfähige Beziehung zu Dir selbst und zu Deinem Körper aufzubauen.
Ich arbeite mit Hypnose und EMDR – Methoden, die besonders geeignet sind, um tieferliegende emotionale und körperliche Muster zu verändern.
Hypnose bei Essstörungen
Hypnose ermöglicht einen Zugang zu inneren Ebenen, auf denen Essstörungen oft verankert sind. In einem Zustand tiefer Entspannung können alte Schutzmechanismen gewürdigt und neue, gesündere Wege der Selbstregulation entwickelt werden.
Hypnose kann Dich unterstützen:
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die innere Anspannung hinter dem Essverhalten zu verstehen
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den Kontakt zu Körperwahrnehmung und Bedürfnissen zu vertiefen
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Selbstmitgefühl und innere Sicherheit aufzubauen
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neue innere Bilder von Halt und Verbundenheit zu entwickeln
EMDR – Verarbeitung belastender Erfahrungen
Viele Essstörungen stehen in Verbindung mit belastenden oder traumatischen Erfahrungen. EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) hilft dabei, diese Erfahrungen so zu verarbeiten, dass sie ihre überwältigende Wirkung verlieren.
Wenn emotionale Trigger an Intensität verlieren, kann sich auch das Essverhalten allmählich entspannen.
EMDR kann Dich unterstützen:
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emotionale Auslöser für Essanfälle oder Nahrungsvermeidung zu reduzieren
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Scham- und Schuldgefühle zu lösen
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innere Stabilität und Selbstwirksamkeit zu stärken
Heilung bedeutet Beziehung statt Kontrolle
Der Weg aus einer Essstörung ist selten linear. Rückschritte gehören ebenso dazu wie Fortschritte. Heilung bedeutet nicht Perfektion, sondern eine neue Beziehung: zu Dir selbst, zu Deinem Körper und zu Deinen Gefühlen.
Aus einer spirituell offenen Perspektive kann dieser Weg auch ein Prozess inneren Wachstums sein. Wenn Kontrolle allmählich durch Bewusstsein ersetzt wird, entsteht Raum für Selbstannahme, Lebendigkeit und Sinn.
Ein sicherer Raum für Deinen Weg
In meiner Praxis findest Du einen Ort, an dem Du nicht auf Dein Essverhalten reduziert wirst. Du wirst als ganzer Mensch gesehen – mit Deiner Geschichte, Deinen Schutzmechanismen und Deinem inneren Potenzial.
Mit Empathie, fachlicher Erfahrung und spiritueller Offenheit begleite ich Dich auf Deinem individuellen Weg im Umgang mit einer Essstörung.
Einladung
Wenn Du unter einer Essstörung leidest oder spürst, dass Dein Essverhalten Dich innerlich bindet, lade ich Dich herzlich ein, Kontakt aufzunehmen.
Gemeinsam schaffen wir einen Raum, in dem Verständnis wachsen darf, alte Muster sich lösen können und ein neuer, liebevollerer Umgang mit Dir selbst möglich wird.