essstörungen in den Griff bekommen

 

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Süchte verstehen – wenn innere Leere betäubt werden muss

Süchte sind kein Zeichen von Willensschwäche oder mangelnder Disziplin. Sie sind Ausdruck einer tiefen inneren Not und oft ein Versuch, mit Gefühlen umzugehen, die überwältigend, schmerzhaft oder kaum auszuhalten waren. Alkohol, Drogen oder Zigaretten übernehmen dabei eine Funktion: Sie beruhigen, betäuben, strukturieren oder geben für einen Moment Halt.

Vielleicht spürst Du, dass Dein Konsum mehr Raum einnimmt, als Dir guttut. Vielleicht hast Du bereits versucht aufzuhören – und bist gescheitert. Oder Du funktionierst nach außen, während Du innerlich weißt, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Sucht hat viele Gesichter – und jedes davon verdient Verständnis und professionelle Begleitung.


Formen von stoffgebundenen Süchten

Süchte können sich unterschiedlich ausdrücken und entwickeln. Zu den häufigsten stoffgebundenen Abhängigkeiten gehören:

  • Alkoholsucht: regelmäßiger oder exzessiver Konsum, Kontrollverlust, Nutzung von Alkohol zur Stress‑ oder Emotionsregulation

  • Drogensucht: Abhängigkeit von illegalen oder verschreibungspflichtigen Substanzen mit starker psychischer und/oder körperlicher Bindung

  • Nikotinabhängigkeit: Zigaretten oder andere Nikotinprodukte als Mittel zur Beruhigung, Fokussierung oder Emotionsregulation

Unabhängig von der Substanz steht meist nicht der Stoff selbst im Zentrum, sondern das, was ohne ihn schwer erträglich wäre.


Was Süchte gemeinsam haben

Süchte folgen oft ähnlichen inneren Dynamiken:

  • der Wunsch nach innerer Ruhe oder Entlastung

  • Schwierigkeiten, Gefühle zu regulieren oder auszuhalten

  • ein verletzter Selbstwert oder tiefe Scham

  • Einsamkeit oder das Gefühl, innerlich abgeschnitten zu sein

  • frühe Erfahrungen von Überforderung, Ohnmacht oder Trauma

Die Substanz wirkt kurzfristig stabilisierend – verstärkt jedoch langfristig genau jene Zustände, vor denen sie schützen sollte.


Substanzmißbrauch, Nervensystem und Trauma

Viele Suchterkrankungen stehen in engem Zusammenhang mit einem chronisch überlasteten Nervensystem. Ungelöste traumatische Erfahrungen, anhaltender Stress oder emotionale Vernachlässigung können dazu führen, dass innere Spannungszustände kaum regulierbar sind.

Alkohol, Drogen oder Nikotin greifen direkt in das Stress‑ und Belohnungssystem ein. Sie verschaffen kurzfristige Erleichterung – verhindern jedoch langfristig eine nachhaltige Selbstregulation.


Psychotherapie bei Sucht – jenseits von Schuld und Kontrolle

In der Psychotherapie geht es nicht darum, Dich zu beschämen oder zu kontrollieren. Im Mittelpunkt steht das Verstehen: Deiner inneren Geschichte, Deiner emotionalen Bedürfnisse und der Funktion, die die Sucht für Dich übernommen hat.

Als Psychotherapeutin begleite ich Dich in einem sicheren, wertschätzenden Rahmen. Ziel ist es, alternative Wege der Regulation, des Haltens und der Selbstfürsorge zu entwickeln – Schritt für Schritt, in Deinem Tempo.

Ich arbeite mit Hypnose und EMDR, um nicht nur das Verhalten, sondern die tieferen Ursachen der Sucht anzusprechen.


Hypnose in der Suchttherapie

Hypnose ermöglicht einen Zugang zu inneren Ebenen, auf denen Suchtdynamiken oft entstanden sind. In einem Zustand fokussierter Aufmerksamkeit können unbewusste Muster sichtbar werden und neue innere Erfahrungen von Sicherheit und Selbstkontrolle entstehen.

Hypnose kann Dich unterstützen:

  • innere Spannungszustände früher wahrzunehmen

  • Suchtdruck besser zu regulieren

  • alternative innere Ressourcen aufzubauen

  • Deine Motivation für Veränderung zu stärken


EMDR – Verarbeitung suchtauslösender Erfahrungen

Suchtdruck wird häufig durch innere Trigger ausgelöst: Erinnerungen, Gefühle oder Körperzustände, die unbewusst an frühere Belastungen gekoppelt sind. EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) hilft dabei, diese Verknüpfungen zu lösen.

Wenn die emotionale Intensität alter Erfahrungen abnimmt, verliert auch der Drang zur Substanz an Macht.

EMDR kann Dich unterstützen:

  • suchtauslösende emotionale Muster zu verarbeiten

  • Scham‑ und Schuldgefühle zu reduzieren

  • innere Stabilität und Selbstwirksamkeit zu stärken


Sucht als Signal – eine spirituell offene Perspektive

Aus einer spirituell offenen Haltung heraus kann Sucht auch als Ausdruck einer Sehnsucht verstanden werden: nach Ruhe, Verbundenheit, Lebendigkeit oder Sinn. Die Substanz wird zum Ersatz für etwas, das innerlich fehlt.

Im therapeutischen Prozess kann diese Sehnsucht wieder in bewussteren Kontakt kommen. Wenn Betäubung allmählich durch Bewusstsein ersetzt wird, entsteht Raum für Wachstum, Selbstannahme und innere Klarheit.


Ein geschützter Raum für Veränderung

In meiner Praxis findest Du einen Ort, an dem Du nicht auf Deine Sucht reduziert wirst. Du wirst als Mensch gesehen – mit Deiner Geschichte, Deinen Schutzmechanismen und Deiner Fähigkeit zur Veränderung.

Veränderung bedeutet dabei nicht Perfektion oder sofortige Abstinenz, sondern einen ehrlichen, tragfähigen Weg in Richtung mehr Freiheit.


Einladung

Wenn Du spürst, dass Alkohol, Drogen oder Zigaretten eine zu große Rolle in Deinem Leben einnehmen, lade ich Dich herzlich ein, Kontakt aufzunehmen.

Gemeinsam schaffen wir einen Raum, in dem Abhängigkeit verstanden werden darf, neue innere Wege entstehen können und Du Schritt für Schritt wieder mehr Selbstbestimmung und Verbundenheit erlebst.